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4.4.2020 : 8:45 : +0200

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Technische Assistenz zur Sicherung von Autonomie im Alter

17. Jahrgang 2020, Heft 1, Übersichten

Cornelia Kricheldorff:

Technische Assistenz zur Sicherung von Autonomie im Alter (Abstract)

Chancen und Risiken


Das Streben nach möglichst langer Autonomie bestimmt im Zeichen des demografischen Wandels die gesellschaftlichen Debatten und individuellen Bemühungen um ein gelingendes Altern in einer Gesellschaft des langen Lebens. Durch den Einsatz von technischen Hilfen und Assistenzsystemen sollen diese Bemühungen digitale Unterstützung erhalten und ermöglicht werden, während gleichzeitig auch die brüchiger werdenden familiären Unterstützungsressourcen durch den Einsatz von Technik eine Art Substitution erfahren. Auch die Personalknappheit in der professionellen Pflege soll mit neuen Pflegesettings beantwortet werden, die sich auch auf gezielten Technikeinsatz stützen. Mit dem Megatrend Digitalisierung werden also einerseits große Hoffnungen verbunden.

   Andererseits entstehen in diesem Kontext unweigerlich auch ethische Fragen und Dilemmata, weil nicht alle technisch möglichen Lösungen erstrebenswert und sinnvoll sind. Es geht dabei auch um ethische Dimensionen und Werthaltungen, die kritisch zu beleuchten sind. Vor diesem Hintergrund entstehen vielfältige Fragen, die neue Beratungsbedarfe erzeugen und auch für die psychotherapeutische Praxis hoch relevant sind. Der Beitrag skizziert diese Entwicklungen sowie die Chancen und Grenzen, die mit dem Einsatz von technischen Hilfsmitteln und Assistenzsystemen verbunden sind.