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17.11.2019 : 21:07 : +0100

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Die Identitätskrise der 68er als Schule des Alterns

16. Jahrgang 2019, Heft 3, Weibliche Perspektiven

Gudrun Brockhaus:

Die Identitätskrise der 68er als Schule des Alterns (Abstract)

: In der Öffentlichkeit zeugen die Reaktionen auf den 50. Jahrestag der Protestbewegung von wachsender Distanz und Überdruss. Interessant bleibt 68 für die Neue Rechte, die die 68er immer noch als Feindbild hochhält, gleichzeitig jedoch deren Protestformen, -inhalte und -ästhetik imitiert. Wie in einem Zerrspiegel zeigen diese Imitationen auch problematische Anteile der 68er-Protestbewegung.
   Beeinflussen die Erfahrungen der in der Protestbewegung Aktiven den Umgang mit dem eigenen Alternsprozess? Für viele 68er war das Scheitern an der Gesellschaftsveränderung, die Marginalisierung der Linken und der Zusammenbruch des inneren Zusammenhalts mit tiefen Krisenerfahrungen verbunden – Verlusterfahrungen, die denen des Altwerdens ähneln und die die 68er auf die Herausforderungen des Alterns vorbereitet haben könnten.