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18.8.2022 : 16:03 : +0200

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Ernährungsstörungen im Alter: Mangelernährung

19. Jahrgang 2022, Heft 1, Übersichten

Dorothee Volkert:

Ernährungsstörungen im Alter: Mangelernährung (Abstract)

Verschiedene physiologische Altersveränderungen, insbesondere die sogenannte Altersanorexie, aber auch Veränderungen der Lebens- und Gesundheitssituation machen ältere Menschen und vor allem Hochbetagte anfälliger für Mangelernährung. Speziell in Zusammenhang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und funktionellen Einschränkungen ist Mangelernährung häufig. Die Entstehung ist meist multifaktoriell. Die Folgen sind sowohl für die Betroffenen wie auch für das Gesundheitssystem gravierend. Da eine Mangelernährung im Alter schwerer wieder auszugleichen ist als in jüngeren Jahren, gewinnen präventive Maßnahmen an Bedeutung. Um bestehende Ernährungsprobleme möglichst frühzeitig zu erkennen, sollten daher alle älteren Menschen, unabhängig von ihrem Ernährungszustand, routinemäßig in regelmäßigen Abständen auf Mangelernährung gescreent werden. Sowohl präventive als auch therapeutische Interventionsmaßnahmen müssen individuell gestaltet sein, an den Ursachen ansetzen und in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit erfolgen. Generell kommen auch bei älteren Menschen alle Möglichkeiten der Ernährungstherapie – von diätetischen Maßnahmen über Trink- und Sondennahrung bis zur parenteralen Ernährung – infrage.