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13.4.2021 : 1:48 : +0200

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Selbst bei Demenz

18. Jahrgang 2021, Heft 1, Praxis und Projektbericht

Barbara Romero & Katharina Geschke:

Selbst bei Demenz
Verluste, individuelle Anpassungsmechanismen und psychosoziale Unterstützungsmöglichkeiten (Abstract)

Die Selbsterhaltungstherapie (SET) stellt die Anpassung der Lebensumstände von Menschen mit Demenz (MmD) an deren aktuelle Selbst- und Weltvorstellungen, Ressourcen und Bedürfnisse ins Zentrum psychosozialer Interventionen. Seit über 20 Jahren ist die SET Teil der Behandlungs- und Betreuungsprogramme in Kliniken und in stationären Wohnbereichen. Hierbei wird besonderer Wert auf die Einbeziehung der Angehörigen und anderer Bezugspersonen in die (teil-)stationäre Behandlung und Planung der Versorgung (Anpassung der Lebensumstände) nach der Entlassung gelegt. Diese Einbeziehung ist Voraussetzung für die Nachhaltigkeit der Behandlung und soll auch die Betreuenden unterstützen. Wie aktuell die GHoSt-Studie und auch eigene Erfahrungen zeigen, werden derzeit weder die Rechte der stationär behandelnden MmD noch die Rechte von deren Angehörigen auf Information, Beratung, geeignete Umgangsformen und Planung der gesellschaftlichen Teilhabe ausreichend berücksichtigt. Die Implementierung des SET-Konzeptes kann dazu beitragen, dass die speziellen Bedürfnisse von MmD und deren Angehörigen besser in die Behandlung und Betreuung von MmD integriert werden.