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14.11.2018 : 23:40 : +0100

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Karzinomschmerz - ein dissoziatives Phänomen?

6. Jahrgang 2009, Heft 3, Die Stellung zum Körper

Mechthilde Kütemeyer:

Karzinomschmerz - ein dissoziatives Phänomen? (Abstract)

Der Karzinomschmerz weist Paradoxien auf, die gängigen nozizeptiven Schmerzvorstellungen widersprechen: Initiale Schmerzabwesenheit, dann exzessiver, häufig morphin-resistenter Schmerz, der aber unter bestimmten emotionalen und kommunikativen Bedingungen verschwinden kann. Anhand von Krankenbeispielen wird die Frage erörtert, ob in diesen Fällen der Karzinomschmerz ein dissoziatives Phänomen darstellt. Ein rezeptives, erinnerungsförderndes ärztliches Vorgehen wäre dann indiziert. Die rezeptive Einstellung ist bereits eine Voraussetzung für das Wahrnehmen der dissoziativen Symptome.