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30.11.2020 : 17:46 : +0100

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Theory of Mind und altersassoziierte Egozentrizität

17. Jahrgang 2020, Heft 4, Übersichten

Hans Förstl:

Theory of Mind und altersassoziierte Egozentrizität (Abstract)

Die Theory of Mind (ToM) ist eine aufwendige, zusammengesetzte Leistung, die auf mehreren kognitiven Voraussetzungen aufbaut. Sie wird in Laborsituationen mit anspruchsvollen Paradigmen untersucht. Diesen Ansprüchen sind ältere Menschen aus unterschiedlichen Gründen oft nicht mehr gewachsen. Schreiten altersassoziierte Probleme wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Seh- und Hörstörungen fort oder entwickeln sich besondere Hirnerkrankungen wie vaskuläre und neurodegenerative Demenzen (zum Beispiel eine frontotemporale Lobärdegeneration), so fällt es zunehmend schwer, passende Antworten auf schwierige soziale Fragen finden. Überdies muss ToM regelmässig trainiert werden, und dies wird oft durch die »soziale Entsorgung« im Rentenalter vereitelt; dafür wird die altersassoziierte Egozentrizität (AAE) gefördert.