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14.12.2018 : 23:39 : +0100

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Integration und soziale Teilhabe durch Bidlungsprozesse im Alter

7. Jahrgang 2010, Heft 1, Übersichten

Cornelia Kricheldorff:

Integration und soziale Teilhabe durch Bildungsprozesse im Alter (Abstract)

Das Leben in der Postmoderne ist geprägt von Wandel, Tempo und Schnelllebigkeit. Auch Altern findet inmitten von Prozessen der Individualisierung und Detraditionalisierung statt, was ständig neue Anpassungsleistungen erforderlich macht. Menschen sind deshalb dazu gezwungen, ihre Anschlussfähigkeit an Kultur, Ökonomie und ihre Umwelt zu sichern, indem sie ständig weiter lernen, und sich weiterzubilden. Veränderungen in der Gesellschaft und dem Lebensumfeld erfordern auch von Älteren kontinuierliche Lernanstrengungen und die Übernahme von Verantwortung für die eigenen Lebensumstände, z.B. dadurch, dass sie Lebensentwürfe in Frage stellen und neu planen müssen.
   In dem Sinne trägt Bildung im Alter zur Integration in die Gesellschaft bei, indem sie zur Teilhabe und zur Partizipation am gesellschaftlichen Leben befähigt. Altersbildung hat damit die strategische Schlüsselaufgabe, den kollektiven Alterungsprozess im Sinne einer humanen und mehr Lebensqualität bietenden Entwicklung zu gestalten. Es geht dabei auch um Identitätsbildung und -erneuerung und um die Entwicklung sinnstiftender Rollen und Aufgaben, die ein Leben in sozialer Verbundenheit möglich machen. Die Geragogik weist seit Längerem auf diese zentrale Bedeutung der Altersbildung hin.