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23.10.2018 : 19:14 : +0200

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Die Generalisiserte Angststörung im höheren Erwachsenenalter

15. Jahrgang 2018, Heft 2, Konzept- und fallbezogene Arbeiten

Charline Logé & Simone Salzer:

Die Generalsisierte Angsstörung im höheren Erwachsenenalter(Abstract)

Die Generalisierte Angststörung ist die häufigste Angststörung des höheren Erwachsenenalters. Sie erzeugt einen hohen Leidensdruck und verläuft unbehandelt oft chronisch.
   Das klinische Erscheinungsbild der Generalisierten Angststörung scheint über die Lebensspanne hinweg relativ konstant zu sein, dennoch zeigen sich einige altersspezifische Charakteristika, welche die Diagnosestellung mit zunehmendem Alter erschweren. Insbesondere die für das Störungsbild charakteristischen körperlichen Beschwerden und Muskelverspannungen, die bei älteren Betroffenen vermehrt auftreten, führen dazu, dass diese Patienten zumeist in der hausärztlichen Praxis versorgt werden.
   Mittlerweile liegen erste Befunde zur Wirksamkeit kognitiv-behavioraler Therapie sowie zur Psychopharmakotherapie der Generalisierten Angststörung bei älteren Erwachsenen vor. Zur Wirksamkeit psychodynamischer Therapie besteht gerade auch im höheren Erwachsenenalter großer Forschungsbedarf. Zur Schließung dieser Forschungslücke wird gegenwärtig eine Studie zur psychodynamischen Fokaltherapie der Generalisierten Angststörung bei Patienten ab dem 60. Lebensjahr durchgeführt, basierend auf dem Konzept der supportiv-expressiven Therapie Luborskys (1995).