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6.12.2019 : 15:01 : +0100

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Kognitive Verhaltenstherapie im höheren Lebensalter. Ein Überblick

8. Jahrgang 2011, Heft 29, Übersicht

Simon Forstmeier, Moyra Mortby und Andreas Maercker:

Kognitive Verhaltenstherapie im höheren Lebensalter
Ein Überblick (Abstract)

Die kognitive Verhaltenstherapie hat seit der klinischen Anwendung psychologischer Lerntheorien ab den 1950er Jahren zwei weitere Entwicklungsschritte durchlebt. Als erstes wurde in der kognitiv-behavioralen Phase die Verhaltensmodifikation durch die Berücksichtigung kognitiver Prozesse wie Gedanken und Überzeugungen ergänzt. Schließlich wurde in einer »dritten Welle« dem Ziel, Verhalten und Gedanken zu verändern, das Ziel der achtsamen Akzeptanz inneren Erlebens zur Seite gestellt. Altersangemessene Modifikationen der behavioralen Behandlungsmethoden sind notwendig bei Angststörungen, Sozialkompetenztrainings sowie operanten Verfahren zum Aufbau angenehmer Aktivitäten und Selbstständigkeitsinterventionen. Häufige dysfunktionale Kognitionen Älterer lassen sich durch Lebensrückblicksintervention, die sich gut zur Veränderung kognitiver Schemata eignen, beeinflussen. Achtsamkeitsbasierte Methoden sind relativ neu in der Alterspsychotherapie und beinhalten altersmodifizierte Achtsamkeitsübungen. Psychotherapeuten sollten sich in den altersspezifischen Interventionen weiterbilden.