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28.2.2020 : 14:31 : +0100

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Fotografie als Orientierungshilfe und Selbstvergewisserung

16. Jahrgang 2019, Heft 4, Konzept- und Fallbezogene Arbeiten

Monika Wigger & Dorothee Wiewrodt:

Fotografie als Orientierungshilfe und Selbstvergewisserung (Abstract)

Neue Medien als Ressource im Umgang mit einer aphasischen Störung im Rahmen einer Hirntumorerkrankung

Was hat Kunstrezeption mit einer Hirntumorerkrankung zu tun? Und wie können Kunstbetrachtung (Rezeption) und bildnerisches Gestalten (Aktion) zur Bewältigung einer belastenden Lebenssituation im Rahmen einer schweren Tumorerkrankung beitragen?
   In diesem Beitrag werden die Möglichkeiten eines spezifischen Gruppenangebots mit kunsttherapeutischen Interventionen für Patienten*innen nach einer Hirntumoroperation und deren Angehörige im Spannungsfeld zwischen Gesundheit und Krankheit, Kunst und Therapie, Aktion und Rezeption reflektiert.
   Begleitende, Helfende, Beratende und Therapeuten sind vor besondere Herausforderungen gestellt, um den Betroffenen neue Handlungs- und Erfahrungsräume zu eröffnen. Rezeptive und aktive bildnerisch-mediale Schaffensprozesse können durch ihre jeweils besonderen Möglichkeiten Prozesse der Krankheitsverarbeitung und damit verbundene neue perspektivische Orientierung unterstützen.
   Die Autorinnen stellen ein inklusives Museumsprojekt vor, welches Hirntumorpatienten*innen und deren Angehörigen in einem geschützten Rahmen Raum zur kulturellen Partizipation und Krankheitsbewältigung anbietet und darüber eine Brücke zur Teilhabe am Leben schafft.