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22.11.2019 : 16:33 : +0100

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Pablo Picasso - Der alte Wilde. Teil 2: Anerkennung und Verleugnung des Todes - Eine Werkanalyse

7. Jahrgang 2010, Heft 3, Literatur und Kunst

Peter Giesers:

Pablo Picasso - Der alte Wilde
Teil 2: Anerkennung und Verleugnung des Todes -
Eine Werkanalyse (Abstract)

Kunstwerke lassen sich lesen als Zeugnisse der Bewältigungsmuster eines individuellen Künstlers (biografische Kunstpsychologie), sie können aber auch die seelischen Grundprobleme einer Kultur anschaulich ins Werk setzen. Das Spätwerk Picassos wird hier verstanden als eine »Alters-Psychologie in Bildern «, die die Dichotomie zwischen dem Ideal des »weisen« Alten und dem Defizit-Bild des »dementen« Alten überwindet. Picasso zeigt uns eine Bild-Logik des Alters, in der durch Rückgriff auf kindlich-regressive Muster neue Formen entwickelt werden, jenseits von linearen Wachstums- oder Degenerationsmodellen. Die vorliegende Arbeit stützt sich auf eine empirische Analyse des Spätwerkes von Picasso – das Erleben einer Ausstellung – und setzt diese Werkanalyse mit der modernen Psychoanalyse des Alters in Beziehung.