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14.12.2018 : 7:20 : +0100

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Psychoanalytiker und Tod

5. Jahrgang 2008, Heft 2, Praxisbezogene Falldarstllungen

Christoph Biermann:

Psychoanalytiker und Tod (Abstract)

Das Thema wird anhand einer Fallvignette und einer persönlichen Notfallsituation exemplarisch entfaltet mit kritischer Fokussierung auf das Buch von K.R. Eissler »The Psychiatrist and the Dying Patient«. Den Abschluss bildet der Versuch einer angemessenen Erweiterung der psychoanalytischen Theorie, die der Bedeutung von Sterblichkeit, Sterben und Tod mehr gerecht werden kann. Ausgehend von Melanie Kleins Begriff der Positionen versuche ich, ergänzend zum oszillierenden Verhältnis der depressiven und paranoid-schizoiden Positionen, zusätzlich die Bedeutung einer manisch-tragischen und eine kommunikativen Position aufzuzeigen und schematisch zu veranschaulichen. Angesichts des lebenslangen Konfliktes zwischen Sterblichkeit, Sterben und Tod einerseits und Kreativität, Kompetenz und Leben andererseits scheint mir die manisch-tragische und die kommunikative Position bereits latent in der Psychoanalyse, manifest in der Philosophie und auch oft im Alltag bekannt zu sein.